Wie sinnvoll ist der neue Trend Twittern?
Ich bin ja weiterhin ein überzeugter Nicht-Twitterer. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich gänzlich ein Gegner
dieser Spielerei bin, jedoch meiner Meinung nach macht es nicht in allen Gebieten des täglichen Lebens einen Sinn.
Seit Twitter immer beliebter wird habe ich schon einige Diskussionen mit Befürwortern und “Gegnern” geführt und
erstaunlicherweise wiederholen sich überall die Antworten und Meinungen.
Deshalb möchte ich mein persönliches Pro und Kontra über Twitter los werden und alle Endrücke,
positiv, wie negativ aufzählen:
PRO Twitter:
- Schnelle Informationsverbreitung!
Ein eindeutiges Pro ist der sehr schnelle Informationskanal, der sich auftut.
Besonders interessant für Nachrichtendienste, Newsportale o.ä.
So erscheinen mittlerweile schneller Neuigkeiten, als bei jeder Presseagentur, siehe jüngst das Unglück von Robert Enke, welches knapp eine Stunde nach dem Unfall schon getwittert wurde.
- Twitter ist ein guter Trafficlieferant!
Biete ich mit meinem Twitter Account einen sinvollen Mehrwert bzw. guten Beitrag für die Leser, somit bekommt man schnell mehr Follower, die widerrum über das geschriebene Retweeten und berichten. Somit erhalte ich durch eine Masse an Usern auch einen guten Besucherzuwachs der eigenen Seite bzw. über welche ich schreibe. Was dann mehr Besucher auf meine Seite bedeuten in Verbindung mit gezielter Werbeschaltung brauche ich ja nicht zu erwähnen.
- Werbeplattform für Unternehmen!
Damit meine ich aber nicht billigen Spam über jedes Produkt im meinem Shop, sondern gezielte Werbung für Aktionen, Änderungen und News, die für meine Kunden wichtig sind. Ein gutes Beispiel dafür ist der Informationsaustausch zwischen Partnerprogrammen und deren Affiliates. Hier kann der Merchant mit wenig Aufwand seine Affiliates über Neuerungen, wie Provisionen, Werbemitteln und Aktionen aufmerksam machen.
Kontra Twitter:
- Zeit-Killer!
Es ist natürlich Fakt, wenn man sich ausgiebig an dieser Community beteiligen will, dass dies einen großen Zeitaufwand bedeutet.
Dazu gehört nicht nur Twittern, sondern auch das herumlungern auf Plattformen, wie Facebook, Xing, StudiVZ, WkW usw. So passiert es schnell, dass man einen Großteil des Arbeitstages an doch meist sinnlosen Datenaustausch verschwendet und sein eigentliches Geschäft vernachlässigt.
- Sammelsurium der Belanglosigkeiten!
Ich sehe es eimal aus der Sicht unserer Branche (SEO, Online Marketing…) Hier wird meiner Meinung nach Twitter zu über 95% aus Spass an der Freude benutzt. Sinnvolle Inhalte, die einem weiter helfen könnten, sind vielleicht 1% des Gesamten.
Natürlich darf keiner die “Mega Geheimtricks” erwarten, aber es gibt auch sinnvolle Beiträge, die einem die Arbeit erleichten, Sachen verständlicher machen, what ever…
Ich beobachte durchaus abundzu, was die Leute so twittern und ganz ehrlich, ich muss nicht wissen, ob gerade jemand im Zoo eine Giraffe streichelt, oder in einem Cafe in Timbuktu sitzt und ein Bier trinkt 
Dies sind meiner Meinung nach die Sachen der 95% Belanglosigkeiten und aus diesen die richtigen 5% interessante Informationen herausfiltern, bedeutet wiederum einen größeren Zeitaufwand.
Natürlich ist das Kontra sehr von meiner eigenen Meinung geprägt, aber in Gesprächen mit anderen Kritikern treten ähnliche Meinungen auf, so dass ich sicher sein kann, nicht als einziger Nörgler da zu stehen.
Letztendlich muss jeder für sich selber entscheiden, ob er diesen Kanal nutzt, wenn ja in welcher Intensität und in welchem Nutzen, oder eben nicht.
Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass bei einem “versteckt kommerziellen” geführten Twitter Account, so viel eingefahren wird, um die investierte Arbeitszeit zu amortisieren, alles Andere ist Fun.
Wenn jemand noch weitere Punkte Pro oder Kontra hat, kann er sie gerne aufführen.