Nach der Veröffentlichung der neuen Software von Data Becker möchte ich nun die Frage erörtern, in wie Fern und vor allem für Wen es Sinn macht, sich solch eine Softwarelösung anzuschaffen.
Mit diesem Beitrag möchte ich aber in keinster Weise über das neue Produkt von Data Becker oder anderen Herstellern auslassen, aber es gibt mir einfach eine Steilvorlage in dieses Thema einzusteigen, da ich gefühlt schon lange nichts mehr darüber gehört oder gelesen habe.
Vorteile einer Partnerprogramm Software:
- Unabhängigkeit von Drittanbietern (Netzwerk)
- keine 30% Netzwerkgebühr
- dadurch sind höhere Provisionen als die der Mitbewerber bei Netzwerken realisierbar
- keine Setup-, monatliche-, oder Sonstigen Gebühren (nur Anschaffung)
- Direkter (unkomplizierter) Einfluss auf das Programm, wie z.B. bei den Bedingungen, Cookielifetime, Freigabedauern
- Kompletter Überblick der Aktivitäten der Affiliates und bei solchen Sachen, die ausschließlich ein Netzwerk steuert
Bei den letzten beiden Punkten sehe ich dann aber auch einen Nachteil, bei dem die Nutzer solcher Software Fehler machen könnten. Die großen, unabhängigen Netzwerke können aus jahrelanger Erfahrungen genau sagen, welche Bedingungen, Einstellungen und Gewohnheiten von den Affiliates gefordert und akzeptiert werden.
So sehe ich bei Neueinsteigern das Problem, die selber ein Inhouse PP betreiben möchten, dass diese sich schon ungewollt, durch falsche Bedigungen, Cookiezeiten, Freigabedauern etc., “unbeliebt” machen.
Diese Faktoren werden natürlich von Netzwerken aus Erfahrungswerten vorgegeben und kontrolliert, so dass es für Affiliates und Merchants fair von Statten geht.
Deswegen sollten auch erfahrene Leute solche Programme betreuuen, damit diese nicht von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind.
Für wen macht nun der Einsatz Sinn?
- Kleine Shop- und Dienstleistungsanbieter: Eher nicht!
- Mittlgroße Shop- und Dienstleistungsanbieter: Bedingt!
- Große Shop- und Dienstleistungsanbieter: Eher ja!
Kleine Anbieter:
Diese haben i.d.R. nicht die technischen und personellen Voraussetzungen, wie Server oder Techniker, aber auch den Spezialisten, welcher dieses Projekt betreut. Hier macht es viel mehr Sinn, die ersten Erfahrungen in der Branche bei einem Netzwerk zu machen. Dieses hilft bei jeglichen Fragen, bei der Promotion und der Suche nach Affiliates.
Da auch nicht die Masse an Umsätzen gemacht wird, macht es zudem keinen Sinn, über Einsparmaßnahmen bzgl. Netzwerkgebühr o.ä. Gedanken zu machen, denn erst ab einem gewissen Umsatz rechnet sich alles Inhouse zu machen, da für ein Inhouse Programm Mitarbeiter für Support, Technik und Buchhaltung eingesetzt werden müssen.
Zudem gibt meistens eine Teilnahme bei einem Netzwerk dem “kleinen Shop” solch einen Schub (Besucher, Verkäufe, Umsatz etc.), mit dem er sich generell auf der organisatorischen Seite arrangieren muss.
Mittlere Anbieter:
Hier greifen meiner Meinung nach immer noch einige Punkte, die ich unter den kleinen Anbietern genannt habe.
Man sollte auf jeden Fall den Trust eines Netzwerkes nutzen, um Affiliates zu gewinnen.
Ebenso sollte man sich vor Augen führen, dass das Betreiben eines Inhouse PP´s einen erheblichen Mehraufwand bedeutet, den man mit den Gebühren, die bei einem Netzwerk anfallen, vergleichen und gegenüberstellen sollte.
Macht es Sinn sich komplett mit dieser Materie zu befassen und als Fulltime-Abteilung des Unternehmens anzubieten?
Hierbei benötigt man, wie schon erwähnt, die Mitarbeiter für Support, Technik und die freien Kapazitäten in der Buchhaltung, die das Ganze stämmen müssen.
Dies Alles macht nur dann Sinn, wenn man sehr gute Affiliates zur Hand hat, die massig Umsätze liefern können und sich dann diese Abteilung für das Betriebsergebnis betriebswirtschaftlich lohnt.
Dann kann auch schnell aus einem mittleren Shop ein großer werden!
Großer Anbieter:
Bei diesen bieten mittlerweile schon Einige ihr eigenes PP an, denn hier macht es auch aus betriebswirtschaftlicher Betrachtung mehr Sinn und wenn man die passenden Mitarbeiter dafür hat, steht guten Kooperationen mit Affiliates nichts mehr im Wege. Natürlich profitieren auch die Affiliates von den Sonderkonditionen.
Jedoch spricht auch nichts dagegen, wenn ein Anbieter komplett auf ein Netzwerk mit seinem KnowHow und der Masse an Affiliates vertraut, denn schließlich lässt sich auch mit Netzwerken gutes Geld verdienen.
Vorteile eines Affiliate Netzwerkes:
- Ausgereifte Technologien, wie Trackingverfahren und Statistiken
- Nutzung zusätzlicher Tools, die ständig weiterentwickelt und ergänzt werden
- Breite Masse an Affiliates
- Betreuung und Beratung durch Spezialisten
- Lange Supportzeiten (z.T. 24h/7t)
- Auszahlungen an Affiliates
- Unabhängiger Dritter zur Kontrolle der Arbeit von Merchants und Affiliates
- uvm.
Weiterer Punk zu beachten ist:
Ich weis nicht, ob es mir nur so geht, aber ich möchte nicht den ganzen Tag damit verbringen, bis ich mich in 20 oder 30 Accounts durchgearbeitet habe, um meine Umsätze und Statistiken zu prüfen. Deshalb machen Netzwerke auch den Sinn, dass viele Programme in einem Account gehandhabt werden.
Mit einer Vielzahl von Inhouse Programmen erhöht sich natürlich auch der Administrative Aufwand für die Affiliates!
Im Endeffekt ist es natürlich jedem Shop-/ Dienstleistungsbetreiber selbst überlassen, wie er das Thema handhabt, aber grundsätzlich sollte man, bevor solch ein Schritt gemacht wird, sich von einigen unabhängigen Seiten Informationen und Anregungen holen, damit man für sich entscheiden kann, ob ein Inhouse PP Sinn macht!




